31. Januar 2025

Die Modebranche steht wegen Umweltbelastung und sozialer Missstände in der Kritik. Immer mehr Menschen fragen deshalb, woraus ihre Jeans besteht und wie sie hergestellt wird. In dieser Blog-Serie werfen wir einen Blick auf die Jeansproduktion.
Teil 2: Bio-Baumwolle und die Verarbeitung von Jeans
1. Was ist Bio-Baumwolle?
Bio-Baumwolle ist der wichtigste Rohstoff unserer Jeans. Sie wird ohne synthetische Pestizide, synthetische Düngemittel und gentechnisch verändertes Saatgut angebaut. Stattdessen setzen die Landwirte auf Fruchtwechsel, Kompostdünger und mechanische Unkrautbekämpfung. Das hat mehrere Vorteile:
- Keine synthetischen Pestizide: Das senkt die Belastung der Menschen, die auf den Feldern arbeiten.
- Bodenfruchtbarkeit: Fruchtwechsel und organische Düngung sollen die Böden langfristig fruchtbar halten.
2. Die Verarbeitung: Von der Faser bis zur Naht
Bei fairjeans sind Weberei, Näherei und Wäscherei GOTS-zertifiziert. Der GOTS regelt für diese Stufen unter anderem:
- Farbstoffe und Hilfsmittel: Es dürfen nur Stoffe eingesetzt werden, die die GOTS-Anforderungen erfüllen. Bestimmte bedenkliche Stoffe sind verboten.
- Abwasser: Betriebe, die färben oder waschen, müssen ihr Abwasser in einer funktionierenden Kläranlage behandeln.
3. Siegel und Zertifizierungen
Gütezeichen und Zertifikate bieten Orientierung, wenn unabhängige Stellen sie kontrollieren. Zu den bekanntesten gehören:
- GOTS (Global Organic Textile Standard): Dieses Siegel legt Umwelt- und Sozialkriterien für die textile Verarbeitung fest, von der Faser bis zum fertigen Produkt. Unsere Jeans sind GOTS-zertifiziert.
- OEKO-TEX: Textilien mit diesem Zertifikat wurden auf Schadstoffe geprüft und halten festgelegte Grenzwerte ein.
- Cradle to Cradle: Dieses Konzept bewertet Produkte nach ihrer Wiederverwertbarkeit und unterstützt den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft.
Bio-Baumwolle und eine kontrollierte Verarbeitung sind wichtige Bausteine einer Jeans. Im dritten und letzten Teil geht es um Arbeitsbedingungen, Logistik, Verpackung und Konsumverhalten.