Denim-Guide für Männer - die richtige Passform finden

Was „Mann“ beim Jeanskauf beachten sollte

Für viele Männer ist einkaufen nicht die Lieblingsbeschäftigung in der Freizeit. Der Einkauf sollte schnell und einfach vor sich gehen. Im Idealfall sollte das erste anprobierte Outfit gleich perfekt sitzen. Denn dann kann "Mann" das Geschäft schnellstmöglich verlassen und sich wieder entspannteren Unternehmungen widmen.

Die Jeans ist laut Umfragen für viele Männer die liebste Hose, die sie fast täglich tragen. Der Weg dahin, sprich der Hosenkauf, ist vielen allerdings eher unangenehm. Im Durchschnitt müssen 5 Jeans anprobiert werden, bis die richtige gefunden ist.

Dem wollen wir von fairjeans mit unserer Bio-Jeans entgegen treten und Ihnen einige Tipps an die Hand geben, mit der sie schnell und effizient ihr Lieblingsmodell der fairjeans finden können. Beachten sie folgende Tipps und die ungeliebte Prozedur hin zur perfekt passenden bio-fairen Jeans lässt sich merklich abkürzen.

Weite und Länge beachten, das ist das Mindeste, auf was Männer beim Jeans kaufen achten sollten. Doch anstatt ausschliesslich nach der Grösse zu gehen, empfiehlt es sich doch ein Augenmerk auf den Schnitt zu legen, um das zur eigenen Figur passende richtige Modell zu finden. Denn es gibt viele verschiedene Schnittformen. Die gängigsten sind Regular fit, Tapered fit und Slim fit.

Die eigene Körperform kennen und akzeptieren

Der Trend bei Jeans ist auch bei Herren körperbetont. Es gibt nun Skinny-Jeans, die sich wie zwei Schläuche ums Bein legen und enorm elastisch sind. Die Jeans, die diesem Trend folgen, von Dead Rabbit auf Twitter auch scherzhaft als "Jeans für Störche" bezeichnet, steht allerdings nur grossen schlanken Männern. Eine Alternative zu diesen Skinny-Jeans, die zudem einen Hohen Elasthan- und Polyesteranteil haben müssen, um sich anzupassen, bieten Slim fit Varianten. Diese sind zwar schmal geschnitten, aber passen sich auch mit nur 2% Elasthan noch gut an. Und es gibt sie auch in der Bio-Variante, da für Slim Fit dem Stoff nicht zwangsläufig Polyester zugesetzt werden muss. Slim fit Jeans stehen vor allem Männern mit schlanken und dünnen Beinen gut. Sie verzeihen aber auch einen kleinen Bauchansatz, der bei den meisten Männern ab einem gewissen Alter oft nicht zu leugnen ist.
Positiver Nebeneffekt: Schmal geschnittene Jeans lassen den Träger oft moderner und etwas jünger wirken. Sollten sie nicht allzu muskulöse Beine haben, probieren sie es also einmal mit einem Slim fit Modell.

Mit Modellen in der Form REGULAR kann Mann wenig falsch machen. Die Proportion zwischen Oberkörper und Beinen ist ausgewogen und sorgt für eine gerade Silhouette. Der Bund sitzt nicht zu tief. Diese Form steht allen, die weder besonders schmale noch muskulöse Beine haben, da der Beinverlauf gerade, aber nicht eng anliegend ist. Das sorgt dafür, dass eine schlanke Silhouette gezeichnet, aber nicht übermässig betont wird. Zudem ist die Jeans meist sehr bequem.

Mit Jeans in der tapered Form (tapered = konisch) kann man wenig falsch machen. Gemacht ist sie für Männer die etwas mehr Weite am Oberschenkel brauchen oder mögen und denen Slim und Regular Jeans dort oft zu eng sind. Bei dieser Form sind die Proportionen zwischen Oberkörper und Beinform auch optisch sehr stimmig. Passen tut sie grundsätzlich immer, ist bei schmalerem Oberschenkel dort aber eventuell sehr weit. Wenn sie das mögen, zusammen mit einem eher lässigen Jeans-Look probieren sie das fairjeans Modell RELAXED aus.

Hat man festgestellt, welche Jeans zur eigenen Körperform am besten passen und fühlt man sich darin wohl, sollte man sich ab jetzt darauf beschränken, diese Form zu kaufen. Mit dieser Entscheidung wird man beim Einkaufen am schnellsten zufriedenstellende Ergebnisse erzielen.

Übrigens: Hat man einmal eine perfekte Jeans gefunden und ist man wirklich ein Einkaufsmuffel, empfiehlt es sich, gleich mehrere Paar davon kaufen, dann hat man wieder für einige Jahre Ruhe. :-)

Finger weg von Löchern und Destroyed-Looks

Destroyed Look heisst: intakte Jeans werden künstlich auf alt getrimmt. Eine Mode, die in den letzten Jahren von vielen Marken propagiert wurde, aber alles andere als umweltfreundlich ist, da diese nicht lange haltbar sind.
Mit Chemie oder mechanisch werden intakte Jeans an bestimmten Stellen gezielt kaputt gemacht. Dafür kommen oft Mittel zum Einsatz, die die Umwelt schwer gefährden und ungeklärt im Abwasser landen. Da in produzierenden Ländern meist keine oder zumindest keine ausreichende Klärung des Abwassers vorgenommen wird, gelangen die giftigen Chemikalien eins zu eins in die Umwelt. Fairjeans´ Meinung: Je weniger die Jeans behandelt wurde, desto besser. Natürliche Abnutzungserscheinungen kommen von selbst durch das Tragen und geben der Jeans mit der Zeit einen ganz individuellen Charakter.

Doch hat auch der Destroyed-Look eine positive Seite: "Natürlich gewachsene" Löcher wie auch Flicken auf Jeans sind salonfähig geworden.

Die richtige Grösse finden

Wie gut soll die Jeans im Laden passen? Soll sie eher eng gekauft werden, da sie sich mit dem Tagen noch weitet? Oder soll sie lieber eine Grösser weiter gekauft werden, falls sie beim Waschen eingeht?

Der richtige Sitz ist der, in dem sie sich auf Anhieb wohlfühlen, optisch und gefühlt. Im Millimeterbereich passt sich die Hose noch an, sie jedoch zu eng zu kaufen, da sie möglicherweise noch ausleiert, davon raten wir grundsätzlich ab. Im schlimmsten Fall engt man sich zu sehr ein und unterbindet damit wichtige Körperfunktionen.
Falls sie die Erfahrung gemacht haben, dass sie Jeans bei zurückliegenden Käufen oft zu eng bzw. zu weit gekauft haben, versuchen sie, diese Erfahrung in ihren aktuellen Kauf mit einzubeziehen und nehmen sie dieses Mal entsprechend eine Grösse weiter oder enger.

Eine Jeans sollte sich beim Kauf keineswegs unangenehm anfühlen. Denn dann werden sie sie sowieso nicht tragen. Im Zweifel lieber etwas zu weit und lässig, als dass sie sich eingeengt fühlen.

Welches Material passt zu mir?

Polyester in Denims ist seit einigen Jahren immer öfter zu finden. Das verwundern nicht, wird der Stoff durch die Kunstfaser doch um einiges günstiger. Jedoch ist sie schlecht für die Umwelt. Auch die sehr engen Passformen sind nur durch mehr Elasthan und Polyester-Anteil in den Denims möglich geworden. Jeans mit hohem Polyester-Anteil werden vor allem von Anbietern verwendet, die ihre Jeans so billig wie möglich anbieten wollen, obwohl die Hosen oft als spezielle Komfort-Hosen beworben werden.
Fakt ist: Viele hassen es, einige lieben es. Wir von fairjeans lehnen Polyester in unseren Jeans grundlegend ab, da es nachhaltigere Alternativen in Kombination mit Bio-Baumwolle gibt.
Die meisten Jeans beinhalten mittlerweile auch einen Anteil an Elasthan, auch dieses Material sorgt für mehr Bequemlichkeit beim Tragen. Ein Nachteil der Elasthan-Beimischung ist, dass zu viel davon die Jeans beim Tagen ausleiern lässt. Das kann eine gewisse Zeit lang durch Waschen rückgängig gemacht werden. Wir von fairjeans empfehlen: Auch wenn sie den Komfort von Jeans mit Elasthan bevorzugen, kaufen sie nur Jeans mit einem Elasthan-Anteil von höchstens 2 %.

Die passende Waschung

Welche Farbe sollte es sein? Welche Jeans kann man wo und wie tragen? Die am häufigsten gekauften Farben sind Blau, Schwarz und Grau. Generell gilt: je dezenter in der Waschung desto besser kann man die Jeans auch bei förmlichen Anlässen tragen.

Wir von fairjeans empfehlen: Falls sie sich unsicher sind, wählen sie die dunkle Waschung, wir nennen diese Navy. Diese ist im Vergleich zur gewaschenen Variante meist etwas günstiger und wird mit der Zeit auch hellere Stellen mit Used-Effekten bekommen. Mögen sie es grundsätzlich heller und etwas verwaschen nehmen sie aber gleich die helle Variante.

Wie und wie oft soll man seine Jeans waschen?

Umweltexperten raten, die Jeans immer vor dem ersten Tragen zu waschen. Denn Jeans werden teils aufwändig mit Chemikalien bearbeitet. Das gilt natürlich nur für konventionelle Jeans.

Grundsätzlich gilt: Je seltenen sie ihre Jeans waschen, desto besser für die Hose. Drehen sie sie vor dem Waschen immer auf links und waschen sie bei höchstens 40°C. Umdrehen schont Farbe und Material. Schliessen sie vor dem Waschen auch immer Reissverschluss und Knöpfe ihrer Jeans, damit sich dort nichts verfängt und die Verschlüsse so lange wie möglich intakt bleiben.

Jeans sollten immer mit ähnlichen Farben gewaschen werden, denn ein leichtes Ausbluten der Farbe ist normal. Ihre Bio-Jeans alleine zu waschen sollten sie allerdings vermeiden, denn jeder Waschgang verbraucht Wasser und Energie.

Bleibt noch die Frage, wie oft die Jeans nun insgesamt gewaschen werden muss. Man sollte es damit nicht übertreiben, die Jeans kann einiges aushalten. Gegen Gerüche reicht es auch, die Jeans über Nacht mal in den Gefrierschrank zu packen. Oder die klassische Variante: lüften. Jeans mit Elasthananteil muss man ab und zu waschen, damit sie wieder in Form kommen.

Wussten sie übrigens, dass die Waschgewohnheiten und die sorgsame Pflege ihrer Jeans erheblich zur Ökobilanz ihrer Hose beitragen? Je seltener gewaschen und je länger sie getragen wird, desto besser wird der ökologische Fußabdruck der Hose. Doch Letztendlich muss jeder individuell nach dem persönlichen Reinheitsempfinden für sich beantworten, wie oft er seine Jeans waschen möchte, um sich darin wohl zu fühlen.